Vulcano

Vulcano liegt hinter uns. Gerade sitze ich auf einer wunderschönen Terasse auf Salina und sehe auf das kleine Hafenstädtchen Rinella und das Meer herunter. Nun aber zu Vulcano.

Die Insel ist noch sehr jung und besteht in der jetzigen Form erst seit dem 16. Jahrhundert. Davor waren es zwei Inseln mit zwei aktiven Vulkanen: Vulcano und Vulcanello. Im 16. Jahrhundert hob sich Vulcanello bei einem Ausbuch und verband sich dadurch mit Vulcano. Vulcano ist erdgeschichtlich auch noch sehr jung. Nach Überlieferungen erhob sich die Insel im ersten oder zweiten Jahrhundert vor Christus aus dem Meer. Ende des 19. Jahrhunderts gab es den letzten großen Ausbuch aus dem großen Krater.

Unser Zeltplatz liegt auf dem kleineren Inselteil, Vulcanello. Von dort starteten wir am Morgen zum kleinen Krater und dem „Tal der Monster“. Beim Aufstieg auf den kleinen Krater, zu dem ein steiler und rutschiger Weg hinauf führt, gab es phantastische Ausblicke auf die Insel, die auch auf jeder zweiten Postkarte hier zu sehen sind.


Direkt gegenüber von Vulcano ist Lipari, die Hauptinsel der Liparischen Inseln, zu sehen, welche nur durch einen 800m breiten und 40m tiefen Graben von Vulcano getrennt ist.

 

Der Blick in den kleinen Krater von Vulcanello war dann weniger spektakulär als die Aussicht auf die umliegende Landschaft. Kein Wunder, hat der Vulkan doch schon seit mehreren hundert Jahren keine Aktivität mehr gezeigt.

Weiter ging es in das „Tal der Monster“. Hier sind einige Lavabrocken beim letzten Ausbruch liegen geblieben und lassen sich mit viel Phantasie als versteinerte Monster sehen.


Nach dieser Wanderung, die zwar nicht weit, aber wegen der Hitze sehr anstrengend war, ging es erst mal in das Meer. Vor Vulcano sprudeln im Meer heiße Schwefelquellen, die das Wasser  wie in einer Badewanne erwärmen. Das fühlt sich total toll an. Allerdings riecht es etwas streng nach faulen Eiern, wie auch auf der ganzen Insel, wo die Schwefeldämpfe sogar aus den Bordsteinen strömen.

Das eigentliche Hightlight kam dann am Abend, als ich zum großen Krater gewandert bin, um dort zu fotografieren. Beim Aufstieg zeigte sich Vulcano in seiner ganzen Schönheit.


Kurz vor dem Gipfel änderte sich die Farbe des Vulkans von Schwarz zu Orange.

Auf dem Gipfel angekommen, bot sich ein phantastischer Blick auf den rauchenden Krater mit seinen Schwefelablagerungen.



Der krönende Abschluss war ein Sonnenuntergang auf dem Vulkan, bevor es mit der Taschenlampe in der Hand nach Hause ging.

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