Ätna, einmal anders

Um 6:30 weckte uns das Handy im Zelt. Heute sollte es auf die Gipfelkrater gehen. Start im Rifugio Sapienza sollte zwischen 8:00 und 9:00 sein. Schnell haben wir uns einen Kaffee auf dem Gaskocher gebrüht und ein par Marmeladenbrote gegessen.

Bei der Aufffahrt zeigte sich der Ätna in seiner vollen Pracht. Der Wind hatte alle Wolken vertrieben und die Sicht auf den Berg war einfach phantastisch.


Pünktlich waren wir am Refugio Sapienza. Dort erfuhren wir, dass die Tour wegen des zu starken Windes nicht stattfinden würde. Also musste Plan B her. Elke hatte gestern Abend schon eine kleine Tour auf der Nordseite des Ätna geplant, die durch Birkenwald an einigen kleinen Kratern vorbei auf 1600m Höhe entlang führen würde.

Auf dem Weg dorthin ergaben sich phantastische Ausblicke auf die Landschaft, bei denen wegen der klaren Luft, sogar das Meer zu sehen war.


Die Landschaft war hier viel lieblicher, als auf der Südseite des Ätna. Trotzdem der ganze Boden von Vulkanasche bedeckt war, zogen sich dichte Birkenwälder durch die Landschaft.


Immer wieder gab es sehr junge Vulkankegel zu sehen, die auf Ausbrüche aus den letzten Jahrzehnten zurück gehen. Überhaupt darf man sich den Ätna nicht als einen Vulkan mit einem Krater auf dem Gipfel vorstellen. Es gibt allein auf dem Gipfel vier große Hauptkrater und an den Hängen eine Vielzahl an aktiven Nebenkratern. Bei Ausbrüchen im 17. Jahrhundert sind noch eine Vielzahl von teilweise noch aktiven Nebenvulkanen entstanden, die im Umkreis von ca. 20km um den Ätna das Bild der Lanschaft prägen.


Morgen ist dann noch ein Anlauf zu den Gipfelkratern des Ätna geplant.

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